Geschichte

Wie kam es zu dem ganzen Schlamassel?

Wie? Warum? Wann? Wozu? Für wen?

Warum macht man sowas? Woher kommt der komische Name? Wann hat das alles begonnen? Die Antworten darauf und die ganze Entstehungsgeschichte könnt Ihr hier nachlesen.

Wie alles begann...

Es begab sich gegen Ende des 20. Jahrhunderts nach christlicher Zeitrechnung - genau gesagt: Im Sommer anno 1993 - dass sich eine kleine Gruppe ländlicher Mittzwanziger zusammenfand, um darüber zu befinden, was mit dem Geld geschehen sollte, das sich durch den Eigenkonsum von Chips, Bier, Spezi, Lollies, den wahrscheinlich längsten Pralinen der Welt und etlichem anderen Zeug in ihrer gemeinsamen Kasse angesammelt hatte. Zusammengekommen war dieses Geld an Abenden des gemütlichen Beisammenseins aus verschiedensten Gründen, wie z.B. Videoabende, Fußballeuropa- und -weltmeisterschaften oder einfach nur so.

Es war eigentlich gedacht, die Leckereien kostendenkend zu verschrebeln. Letztenendes war aber ein kleiner aber nicht zu verachtender Puffer eingerechnet. Ein manches Mal wurde ja auch vergessen zu bezahlen oder auf Kredit konsumiert. Wie dem auch sei. Nach wenigen Jahren waren ein paar hundert Mark übrig. Vielleicht um die 300. Und man wusste nicht, wohin damit. 300 Mark waren damals viel Geld. In etwa so viel wie heute 300 Billionen amerikanische Dollar. Man konnte also noch richtig langfristige Investitionen damit tätigen.

Jedenfalls fühlte sich das Geld unwert und nicht gebraucht. Es lag rum und klimperte manchmal ein bisschen vor sich hin oder raschelte nur müde von einer Ecke der Kasse zur anderen. Viel lieber wollte es aber in einer Börse auf Reisen gehen, etwas erleben oder sinnvoll verplempert werden. Oder aber auch nur als Trinkgeld, der Bedienung eines italienischen Cafés in der Hosentasche mit nach Hause gehen. Vielleicht ließe sich ja dort etwas spannendes erleben.

Da besagte Mittzwanziger dies wussten, beschlossen sie spontan - wie Mittzwanziger nun mal sind - ein Fest zu veranstalten. Das Geld käme hinaus in den abenteuerlichen Wirtschaftskreislauf, die Leute zusammen, die Mittzwanziger wären ihre finanziellen Probleme - also das Geld - los und alle wären glücklich.

Kurz nachdem dies beschlossen war, sah man drei der damaligen Ursprungsveranstalter - von denen zwei auch heute noch im Gremium sind - am Ufer eines Sees auf- und abgehen. Ihre Stirnen waren in Falten gelegt, der Blick zu Boden oder gen Himmel gerichtet und über ihren Köpfen schwebten kleine dunkle Wolken, aus denen so manches mal Blitze zuckten. Ein Name musste her! Es wurde überlegt, vorgeschlagen, kombiniert, verworfen und wieder von vorne begonnen. Und wieder und wieder...

Der Vorschlag der letztendlich den Zuschlag bekam lautete POTATO-LAKE-PARTY. Warum? Man wollte einen Sack Kartoffeln besorgen, um sie am See im Feuer grillen zu können. Sofort wurde damit begonnen, spontan - ihr wisst schon - die Zutaten zusammenzustellen, die auch heute noch die Basis einer jeden PLP sind. Da wären also der See, das Feuer, die Zelte, die Lichterkette, die Getränke, die Gäste, die Kartoffeln, die Stimmung, die erlesene Musik, die Gäste und die Bierbongs als Trinkhilfen. Bierbongs waren damals noch angesagt auf Partys von Mittzwanzigern.

Doch wer sollte eigentlich eingeladen werden? Man einigte sich schnell auf die relativ unübersichtliche Vorgabe: »Unsere Freunde«. Ein wie wir fanden sehr guter Vorschlag. Dies führte schon bei PLP Nr. 1 dazu, dass wir viele neue Freunde fanden. Tolle Sache! Obwohl damals die Anzahl der Gäste mit ca. 50 Leuten recht überschaubar war.

Die zweite Frage, die sich stellte, war: »Sollen wir die ganzen Getränke einfach verschenken? - Nein« Da man niemanden nötigen wollte, für seine Getränke den handelsüblichen Gegenwert in D-Mark zu zahlen, einigten wir uns auf die Finanzierung durch Spenden. So wie alle größeren Organisationen und Vereinigungen das eben machen.

Als Drittes blieb dann noch die Festlegung des Festplatzes. Jener wurde recht schnell am Rückhaltebecken in Konradsweiler gefunden.

Nachdem dies alles letztendlich in trockenen Tüchern war, lief eine gigantische Maschinerie an. Einladungen wurden gezeichnet, Genehmigungen eingeholt, eine Gremiumssitzung einberufen, noch eine und noch eine und schließlich auch noch eingekauft und aufgebaut. Und so kam es, wie es kommen musste: Am 29. August 1993 fand die erste Potato-Lake-Party statt. Damals noch mit einem »e« hinter der Kartoffel (Potatoe), was dem erlauchten Gremium erst bei der fünften PLP aufgefallen war. Dass man Potato nur in der Mehrzahl mit »e« schreibt (dahinter dann auch noch mit »s«) überstieg die Englisch-Kenntnisse der Verantwortlichen. Siehe dazu auch die ersten Einladungen.

Aber egal! Man war ja jung und unbedarft - mittzwanzig eben.

Ohne den Veranstaltern - also uns! - allzuviel Butter auf's Brot schmieren zu wollen, darf man behaupten, dass das Fest ein großer Erfolg war und auch heute noch eine gediegene Veranstaltung ist, die ewig dauert, eine extrem geschmeidige Atmosphäre vorzuweisen hat und bei allen Beteiligten immer wieder ein gutes Gefühl und viel Freude hinterlässt... warum auch immer... warum auch nicht? Rock on!

In diesem Sinne: Peel the fucking potato!

Die Geschehnisse der einzelnen Jahre sind in der Chronik festgehalten.